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China-AGs an Schulen

Mehrere Schülerinnen sitzen und stehen an einem Tisch und sammeln Ideen auf einer Mindmap

China-AGs an Schulen und ihre Relevanz für den Ausbau von China-Kompetenz

China-Kompetenz entsteht nicht nur im klassischen Fachunterricht. Viele Schulen starten genau dort, wo sie neue Inhalte flexibel und kreativ erproben können: in Arbeitsgemeinschaften. China-AGs bieten einen wertvollen strukturellen Rahmen, um Themen aufzunehmen, die im regulären Stundenplan kaum Platz finden. Sie setzen erste Impulse, bauen nachhaltiges Interesse auf und können so den Weg für dauerhafte Bildungsangebote an deutschen Schulen ebnen.

Welche Funktion haben AGs grundsätzlich?

Arbeitsgemeinschaften sind in vielen Schulen fester Bestandteil des Ganztagsangebots und des Schulprofils. In dieser Funktion erfüllen sie mehrere Aufgaben gleichzeitig:

  • Interessen vertiefen und Begabungen fördern: Die Schüler:innen arbeiten freiwillig an Themen, die sie motivieren.
  • Neue Inhalte erproben: Schulen können die Formate „im Kleinen“ testen, bevor sie sie als Kurs, Wahlpflichtangebot oder Unterrichtsfach verankern.
  • Praxis und Projektarbeit ermöglichen: AGs eignen sich hervorragend für handlungsorientiertes Lernen (z. B. Projekte, Workshops, Begegnungen).
  • Schulprofil stärken und bereichern: AGs binden nicht nur externe Partner ein, sondern vernetzen die Schule auch mit Kultur, Wissenschaft und Vereinen.
  • Niedrigschwelliger Einstieg: Schüler:innen können ein Thema kennenlernen, ohne sich sofort langfristig festlegen zu müssen.

Gerade bei neuen oder seltenen Themenfeldern ist diese Kombination besonders wirksam. So schaffen China-AGs Zugang, Sichtbarkeit und Kontinuität.

Warum sind China-AGs strukturell besonders wichtig?

Im deutschen Bildungssystem gibt es bisher nur wenige Berührungspunkte, um sich regelmäßig und vertieft mit chinesischsprachigen Regionen zu beschäftigen. Auch Chinesisch als Fremdsprache steht weder flächendeckend noch dauerhaft zur Verfügung. 

In diesem Zusammenhang sind China-AGs ein wichtiger Baustein, um China-Kompetenz an Schulen zu fördern: Sie ermöglichen es, chinabezogene Bildung fundiert aufzubauen, selbst wenn (noch) kein Fachangebot existiert. 

Gleichzeitig sind diese Formate keine „Übergangslösung“, sondern transportieren Mehrwert, indem sie systematisch Teilkompetenzen fördern – von Sprache über Kultur bis zu Austausch und Begegnung.

Welche AG-Modelle gibt es?

Unsere qualitative Untersuchung (Verlinkung Erhebung) zeigt, dass AG-Angebote besonders stabil bleiben, wenn sie den Rückhalt der Schulleitung genießen und fest in den Schulalltag integriert sind. Dabei gibt es eine große Bandbreite von Formaten und Schwerpunkten:

  • Chinesisch-AGs (Sprach-AGs): Sie vermitteln Grundlagen der Sprache, teils als Zertifikatskurse. Gibt es an der Schule bereits Chinesisch-Unterricht, können sie auch als Einstieg auf Probe dienen oder Lernende zusätzlich fördern.
  • China-AGs (Themen-AGs): Hier stehen Kultur- und Gesellschaft im Fokus. Häufig begleiten diese Formate Schulaustausche oder bereiten sie vor (z. B. Landeskunde, Alltagskultur, Kommunikation). Die Angebote können zudem Schwerpunkte auf die Vermittlung von Wissen zu Geschichte und Gesellschaft oder auf Themen wie chinesische Kampfsportarten, Kunst, Medien oder Kochen setzen.

Die vielfältigen AG-Modelle stärken und verankern so unterschiedliche, chinabezogene Teilkompetenzen, z. B. Sprachkompetenz, Orientierungswissen, Perspektivwechsel und interkulturelle Handlungskompetenz.

Was macht China-AGs sinnvoll – und was brauchen sie?

China-AGs funktionieren besonders gut, wenn sie nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil der Schulentwicklung verstanden werden. In der Praxis zeigen sich dabei typische Herausforderungen:

  • Finanzierung und Personalmangel (z. B. geeignete AG-Leitungen, Kontinuität)
  • Interesse sichtbar machen: nicht nur bei Schüler:innen, sondern auch im Kollegium und im Schulumfeld
  • Bedarfe erkennen und Beziehungen aufbauen: Partner finden, Austausch anbahnen, Kontakte halten
  • Relevanz vermitteln: Warum die Beschäftigung mit China und chinesischsprachigen Räumen gesellschaftlich und bildungsbezogen wichtig ist

Wenn Schulen diese Aspekte aktiv gestalten und die China-AG die notwendige Unterstützung erfährt, kann sie sich dauerhaft im Schulalltag etablieren – und so zum verlässlichen Fundament für den Aufbau fundierter China-Kompetenz für Schüler:innen werden.

So setzen wir als Bildungsnetzwerk an

Wir unterstützen Ihre Schule beim Auf- und Ausbau von China-AGs auf verschiedenen Ebenen: über unsere Einsteigerförderung und unsere Spendenlinie stellen wir finanzielle Mittel bereit, um regelmäßige Angebote oder punktuelle Highlights wie Projekttage, Exkursionen und Expertenworkshops umzusetzen. 

Stellen Sie direkt einen Antrag! 

In unserer Materialsammlung finden Sie verschiedenste Unterrichtsmaterialien und Lernmodule, mit denen Sie bei Schüler:innen spielerisch Neugier und Motivation für chinabezogene Themen wecken können. Sie sind eigens dafür konzipiert, chinabezogene Inhalte in den Unterricht zu integrieren und vielfältige Perspektiven auf chinesischsprachige Regionen zu eröffnen. Die Materialsammlung beinhaltet zudem einen Pool an Expert:innen, zum Beispiel aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Journalismus oder Kunst. Laden Sie diese Fachleute direkt an Ihre Schule ein. Wir unterstützen Sie dabei finanziell durch die Einsteigerförderung oder die Spendenlinie.

Mit unserem Förderprogramm „Campus trifft Schule“ richten wir uns außerdem an Universitäten und unterstützen sie dabei, regelmäßige chinabezogene Angebote in ihrer Umgebung einzurichten. 

Darüber hinaus bieten wir Fortbildungen sowie Austauschformate an, die Lehrkräfte und AG-Leitungen gezielt beim Aufbau und der Weiterentwicklung von China-AGs und Schulpartnerschaften unterstützen. Dies umfasst regelmäßige digitale Praxisformate ebenso wie Fachtagungen und regionale Netzwerktreffen.

Parallel dazu beraten und informieren wir bildungspolitische Entscheidungsträger:innen. In dieser Rolle veröffentlichen wir Studien zum Stand der China-Kompetenz in Deutschland, leiten thematische Arbeitsgruppen und vernetzen die Akteur:innen in diesem Themen-Feld. Als zentrale Schnitt- und Kompetenzstelle bündeln wir unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen: So gelingt es uns, zu verdeutlichen, warum die kontinuierliche Beschäftigung mit dem chinesischsprachigen Kulturraum in Zeiten komplexer werdender Beziehungen für Schulen in Deutschland unerlässlich ist.

Letztlich schaffen wir für Schüler:innen eigene Lern- und Begegnungsformate. 

Mit der Schülerakademie China setzen wir auf vertiefte Auseinandersetzung mit Themen zu chinesischsprachigen Regionen und setzen Impulse, die sich über den Unterricht hinaus erstrecken. 

Ergänzt wird dieses Angebot durch virtuelle Austauschformate für gemeinsame Projekte mit Partner:innen sowie gezielte Mitmach-Aktionen, über die wir auf unseren Social-Media-Kanälen informieren.