China an außerschulischen Lernorten erleben

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Mit der Förderlinie „China vor Ort!“ (Förderbekanntmachung PDF) fördern wir außerschulische Bildungsprojekte, die Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren einen vielfältigen, differenzierten und erlebbaren Zugang zu chinesischsprachigen Lebenswelten eröffnen. Dazu zählen die Volksrepublik China, Taiwan, Hong Kong, Macau und Singapur sowie chinesische Diasporagemeinschaften weltweit. Ziel ist es, Neugier zu wecken, Wissen zu vermitteln, stereotype Bilder zu hinterfragen und interkulturelle Kompetenzen sowie ein Verständnis für globale Zusammenhänge zu stärken.
Gefördert werden gemeinnützige Einrichtungen und Vereine sowie Träger der Jugendarbeit, die bestehende Angebote um einen China-Fokus erweitern oder neue Konzepte entwickeln. Möglich sind kreative Projekte der politischen, kulturellen und künstlerischen Bildung ebenso wie Vorhaben zu Medien und Digitalisierung, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Umweltbildung. Besonders willkommen sind Projekte in Regionen, in denen es bislang wenige Angebote mit China-Bezug gibt.
- Die max. Fördersumme beträgt 25.000 EUR pro Projekt.
- Es gibt keine Mindestantragssumme, eine 100% Förderung ohne Eigenmittel ist möglich.
- Projektstart ist ab Januar 2027 mit einer Laufzeit von 12 Monaten bis zum 31.12.2027 möglich.
Partizipativ und nah an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
„China vor Ort!“ stärkt dabei non-formale und informelle Bildungsangebote an außerschulischen Lernorten. In Jugendzentren, Bibliotheken, Museen, Kulturhäusern, Vereinen oder im öffentlichen Raum können Kinder und Jugendliche chinesischsprachige Lebenswelten handlungsorientiert und ausgehend von ihren eigenen Interessen entdecken. Workshops, Spiele, künstlerische Projekte, Medienformate oder Begegnungsangebote schaffen Raum für eigene Frage und gemeinsames Ausprobieren. Die Förderlinie lässt hierfür bewusst große Freiräume bei Aktivitäten und Formaten.
Mit dem schrittweisen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter wächst zugleich der Bedarf an vielfältigen Bildungsangeboten am Nachmittag. Wir möchten daher auch Träger der Jugendarbeit dabei unterstützen, gemeinsam mit Grundschulen und Kommunen neue Angebote mit China-Bezug im Ganztag zu entwickeln.
Digitale Info-Veranstaltungen
Lernen Sie uns und die Förderlinie kennen! Sie erhalten Hinweise zur Antragstellung und können offene Fragen an uns richten:
Beratungsangebot
Besprechen Sie mit uns Ihre Konzeptidee, bevor Sie den Antrag stellen. Wir unterstützen Sie bei der Projektentwicklung und Antragsstellung! Buchen Sie hier einen Termin oder schreiben Sie uns eine E-Mail:
Dr. Hue San Do-van Kampen (sie/ihr), Referentin für Wissenstransfer und Vernetzung
Ruotong Qiu (sie/ihr), Sachbearbeitung Förderprojekte
chinavorort@bildungsnetzwerk-china.de
Antragsverfahren
Um einen Projektantrag zu stellen, füllen Sie bitte das Online-Antragsformular vollständig aus und reichen es mit dem ausgefüllten Finanzplan (Excel-Datei) ein. Die Einreichung erfolgt ausschließlich in digitaler Form.
Anträge können von einzelnen Trägern oder auch von zwei Trägern als Kooperationsprojekt eingereicht werden. Außerdem kann ein Träger mehrere Projekte einreichen.
Die Antragsfrist endet am 26. Oktober 2026. Wir werden Sie bis Anfang Dezember über eine mögliche Bewilligung informieren. Der Projektstart kann im Januar 2027 erfolgen, ein vorgezogener Maßnahmenbeginn ist nicht möglich.
FAQ zur Förderlinie
- Die max. Fördersumme beträgt bis zu einer Höhe von 25.000 EUR pro Projekt mit einer Laufzeit von max. 12 Monaten, vom 01.01. bis zum 31.12.2027.
- Es gibt keine Mindestantragssumme.
- Eine 100% Förderung ohne Eigenmittel ist möglich.
- Gemeinnützige, kirchliche, öffentlich-rechtliche und kommunale Rechtspersonen mit Sitz in Deutschland, z. B. Kultur- oder Bildungseinrichtungen, Vereine, Städte und Kommunen, Träger der Jugendarbeit aus der politischen, künstlerischen und kulturellen Bildung, einzeln oder im Verbund.
- Einzelpersonen
- Nicht-gemeinnützige Unternehmen
z. B.
- Interkulturelles Verständnis: um ein tieferes Verständnis für die kulturellen, historischen und gesellschaftlichen Besonderheiten von chinesischsprachigen Regionen zu entwickeln.
- Künstlerische Ausdrucksformen: durch künstlerische Projekte eigene Ausdrucksformen finden und die kulturelle Vielfalt von chinesischsprachigen Regionen kreativ entdecken.
- Politischer Bildung: politische Strukturen, Prozesse und aktuelle politische Themen von chinesischsprachigen Regionen kennenlernen und bzgl. der Rahmenbedingungen in Deutschland reflektieren.
- Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Zusammenhänge zwischen den Kulturen von chinesischsprachigen Regionen und globalen Nachhaltigkeitsthemen erkennen und reflektieren.
- Erleben und Anfassen von Kultur: durch praktische und erlebbare Aktivitäten einen direkten Zugang zu den Kulturen von chinesischsprachigen Regionen erhalten.
- Entwicklung digitaler Kompetenzen und Medienkompetenz: Medieninhalte kritisch analysieren lernen und eigene Medienprodukte erstellen.
Die Zuwendungen werden als Projektförderung zur Deckung von notwendigen Ausgaben des Zuwendungsempfängers für einzelne, abgegrenzte Vorhaben vergeben, z. B. für
- projektbezogene Personalkosten
- Honorare für pädagogische Fachkräfte, Expert:innen und Autor:innen zu spezifischen Themen, Ehrenamtspauschalen
- Sachausgaben für Lizenzen, Druck- und Produktionskosten, Leihgebühren für technische Ausstattung
- Sachausgaben, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Marketings und der Kommunikation mit den Zielgruppen entstehen
- Raummiete und Bewirtung bei Veranstaltungen
- Verwaltungskosten/Overhead (bis zu 10% der Fördersumme)
- Reisekosten innerhalb von Deutschland für teilnehmende Kinder und Jugendliche
Reisekosten für Reisen außerhalb von Deutschland und in chinesischsprachige Regionen sind nicht zuwendungsfähig.
Anträge werden zunächst darauf geprüft, ob die formalen Fördervoraussetzungen erfüllt sind: Die antragstellende Organisation muss antragsberechtigt sein, das Projekt muss sich an Kinder und Jugendliche richten und ohne chinesische Sprachkenntnisse oder Vorerfahrungen zugänglich sein. Zudem müssen ein sicherer Rahmen für die Arbeit mit jungen Menschen sowie ein nachvollziehbarer, inhaltlich tragender Bezug zu chinesischsprachigen Lebenswelten erkennbar sein.
Bei der anschließenden Auswahl achten wir insbesondere auf die pädagogische und fachliche Qualität des Konzepts, eine differenzierte Vermittlung, die aktive Beteiligung junger Menschen sowie eine realistische Planung und angemessene Kostenkalkulation. Besonders begrüßen wir Projekte, die neue Zielgruppen oder Regionen mit bislang wenigen chinabezogenen Angeboten erreichen.
Überprüfen Sie Ihre Konzeptidee anhand folgender Fragen:
- Können Kinder und Jugendliche ohne Vorkenntnisse und Erfahrungen mit China an dem Projekt teilnehmen?
- Können Kinder und Jugendliche ohne chinesische Sprachkenntnisse an dem Projekt teilnehmen?
- Haben Sie sichergestellt, dass der Kulturbegriff nicht ausschließlich von der eigenen (europäischen) Perspektive geprägt ist?
- Sind die anleitenden Personen geübt im Umgang mit Kindern und Jugendlichen?
- Haben die Themen einen Bezug zu den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland?
- Haben Sie bereits ein Kinderschutzkonzept?
Erfahren Sie mehr über die Projekte und Partner der letzten Förderphase: China vor Ort! (2025)
Dokumente zum Download
- Förderbekanntmachung (PDF)
- Online-Antragsformular
- Finanzplan (Excel)
- Technische Hinweise zum Ausfüllen des Online-Antragsformulars (PDF)