Einsteigerprojekte: China

Förderung für Schulen und Schulfördervereine
Unser Bildungsnetzwerk verfolgt das Ziel, fundierte Kenntnisse zu chinesischsprachigen Kulturräumen an Schulen zu vermitteln. Im deutschen Bildungssystem mangelt es oft an Anknüpfungspunkten und festen Strukturen, um sich intensiv mit der Sprache, Kultur, Geschichte und Gegenwart Chinas zu befassen.
Daher unterstützen wir Bildungseinrichtungen dabei, langfristige Lernangebote über chinesischsprachige Regionen zu entwickeln und im Unterricht zu verankern. Auf diese Weise können junge Menschen in Deutschland chinabezogene Kompetenzen systematisch aufbauen und in ihre Bildungsbiografie integrieren.
Ziele der Förderung
Mit den ”Einsteigerprojekten: China” ermöglichen wir Ihrer Schule, regelmäßige und offene Bildungsangebote mit chinabezogenen Themen im Unterricht zu integrieren. Auf diese Weise profitiert Ihre gesamte Schulgemeinde– von der Schülerschaft bis zu den Lehrkräften.
Die Schwerpunkte der Förderung liegen auf der Schaffung von Synergien und gemeinsamen Themenwochen – insbesondere im Geschichts- und Kunstunterricht – sowie auf Exkursionen in der Region. So schärft unsere Projektförderung den außereuropäischen Blick und unterstützt eine offene, tolerante Haltung gegenüber anderen Perspektiven und Lebensweisen.
Mithilfe von Büchern, persönlichen Begegnungen und gemeinsamen Austauscherfahrungen in Deutschland, helfen wir, an Ihrer Schule ein nachhaltiges Bildungsprogramm für chinabezogene Fertigkeiten aufzubauen. Gut begleitete, erlebnisorientierte Lernangebote vermitteln erste oder vertiefende Sprach- und Fachkenntnisse. Immer mit dem Ziel, dass sich jede:r Schüler:in selbst eine fundierte Meinung bilden kann und lernt, eigenständig Informationen einzuordnen.
Im Ganzen profitieren Sie dank der Förderlinie “Einsteigerprojekte: China” von einer umfassenden Unterstützung für schulische Lern- und Begegnungsangebote.
Zielgruppe
Die Einsteigerförderung richtet sich an Schulen und Schulfördervereine in Deutschland.
Als wichtige Voraussetzung gilt, dass nicht nur die Schüler:innen sich für das Projekt begeistern, sondern sich auch Schulleitungen, Schulfördervereinsmitglieder, Lehrkräfte und die Elternschaft aktiv engagieren.
Zusätzlich braucht es an der Schule eine feste Ansprechperson, die die Abläufe koordiniert und als direkte Kontaktstelle zum Bildungsnetzwerk China fungiert.
Fördergebiet
Förderfähig sind ausschließlich Projekte und Aktivitäten innerhalb Deutschlands. Dazu zählen auch Exkursionen in die nähere Umgebung sowie Ausflüge in andere Bundesländer.
Fördergegenstand
Was wird gefördert?
Es können bestehende Lernangebote zum chinesischsprachigen Raum ausgebaut oder neue Lernangebote eingeführt werden.
Für die Umsetzung vielfältiger und barrierefreier Aktivitäten, die die gesamte Schule erreichen, können Sie eine Förderung von bis zu 5.000 € pro Schuljahr erhalten. Gefördert werden beispielsweise externe Vorträge und Vortragsreihen, Workshops, Exkursionen sowie analoge und digitale Lehrmaterialien.
Zudem können Sie für die Einrichtung oder den Ausbau von (einer) China-AG(s) und/oder dem Wahlpflichtfach China/Chinesisch finanzielle Unterstützung von bis zu 6.500 € pro Schuljahr erhalten. Gefördert werden beispielsweise Honorare und Reisekosten für externe AG-Lehrkräfte (für bis zu zwei AGs) sowie Verbrauchsmaterialien.
Weitere Informationen zu förderfähigen und nicht förderfähigen Maßnahmen finden Sie im FAQ-Bereich sowie in den Antragsunterlagen.
Förderhöhe
Die Förderung erfolgt in Form einer Projektförderung mit einem Maximalbudget von bis zu 11.500 € pro Schuljahr. Die Fördersumme setzt sich aus zwei Modulen zusammen:
- bis zu 5.000 € für schulweite Aktivitäten sowie
- bis zu 6.500 € für die Einrichtung oder den Ausbau von China-AGs und/oder Wahlpflichtfächern China/Chinesisch.
Förderzeitraum / Projektlaufzeit
Die geförderten Projekte können sich über ein oder zwei Schuljahre erstrecken.
Zum nächsten Antragszeitpunkt sind Förderungen für die Schuljahre 2026/27 sowie 2027/28 möglich, was eine Projektlaufzeit von bis zu zwei Schuljahren ermöglicht.
Antragsfristen
Anträge können Sie vom 15.04.2026 bis zum 31.05.2026 einreichen.
Beratung & Antragstellung
Die Antragstellung für die Einsteigerprojekte erfolgt in wenigen Schritten. Wir empfehlen Ihnen, vorab ein persönliches Beratungsgespräch mit Amelie Brix zu vereinbaren. Nutzen Sie hierfür gerne unsere digitale Sprechstunde.
Hinweis: Die Beratungstermine finden via Zoom statt. Sie erhalten 30 Minuten vor Beginn eine Erinnerungs-E-Mail inklusive Zugangslink.
- Sprechen Sie Ihr Vorhaben frühzeitig mit der Schulleitung, dem Schulförderverein sowie weiteren Lehrkräften, Eltern und Schüler:innen ab. Eine breite Unterstützung innerhalb der Schulgemeinschaft ist die beste Basis für einen erfolgreichen Antrag.
- Sobald Ihr Konzept steht, füllen Sie bitte den Online-Antrag aus. Reichen Sie diesen unterschrieben und zusammen mit dem Finanzplan und der Vorhabenbeschreibung ein. Alle Vorlagen finden Sie im Bereich „Weitere Informationen“.
- Nach der Einreichung erhalten Sie in der Regel innerhalb von acht Wochen eine Rückmeldung oder Bewilligung.
Praxisbeispiele Einsteigerprojekte: China
- Fachexkursion - Exkursion nach Berlin mit Tofuworkshop und Tee-Seminar
- Vortrag und Workshop - Schulweiter Anti-Rassismus-Vortrag zur Kolonialgeschichte in China & Workshop zu Stadt-Land-Disparitäten in China
- Austausch und Begegnung - Planspiel zur klimaneutralen Stadt & Videokonferenz mit China-Experten
- AG, Workshop und Vortrag - Workshop zu Kalligrafie und Sprache und Vortrag vom Auswärtigen Amt zu Strukturen und Politik in chinesischsprachigen Räumen
Weitere Informationen
FAQ
Antworten auf häufige Fragen.
Alle Schulen in Deutschland – unabhängig von Trägerschaft, Bundesland oder Schulform – können Anträge auf eine Förderung einreichen. Seit dem Start im Jahr 2020 haben bereits 90 Schulen aus 14 Bundesländern eine Unterstützung erhalten (Stand: November 2025). Bei der Antragstellung sind die Schulleitung, eine feste Ansprechperson sowie gegebenenfalls der Vorstand des Schulfördervereins aktiv involviert.
Hinweis für Privatschulen: Bei Schulen in freier Trägerschaft ist die Einreichung des aktuellen Freistellungsbescheids verpflichtend.
Sie können pro Schuljahr insgesamt bis zu 11.500 € beantragen, die sich auf zwei Bereiche verteilen:
1. Schulweite Aktivitäten (bis zu 5.000 €): Dieser Teil des Budgets ist für Maßnahmen gedacht, die die gesamte Schulgemeinschaft erreichen (z. B. Workshops, Exkursionen, Vortragsreihen). Förderfähig sind:
- Honorare sowie Reise- und Übernachtungskosten für externe Gäste und Expert:innen (ausgenommen externe Kursleitungen).
- Anschaffung von (digitalen) Lernmedien, Lizenzen oder Fachliteratur zur Vielfalt chinesischsprachiger Räume (z. B. VR China, Taiwan, Hongkong).
- Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten sowie Eintrittsgelder für Besuche außerschulischer Lernorte (z. B. Museen, Theater, Kino oder Community-Events).
- Gemeinsame Lernaktivitäten mit Schüler:innen von Partnerschulen aus dem chinesischsprachigen Raum innerhalb Deutschlands.
2. China-AGs und Wahlpflichtfächer (bis zu 6.500 €): Diese Mittel dienen gezielt dem Aufbau oder Ausbau kontinuierlicher Angebote:
- Honorare für externe Kursleitungen für bis zu zwei AGs (basierend auf 2 UE pro Woche bei 35 Unterrichtswochen im Schuljahr).
- Fahrtkosten für die AG-Leitung (Orientierung am Bundesreisekostengesetz: 0,30 €/km bei ca. 60 km pro Woche).
- Verbrauchsmaterialien für die Arbeit in der AG oder im Wahlpflichtfach.
Nicht förderfähig
Nicht gefördert werden Aktivitäten oder Projekte, die außerhalb Deutschlands stattfinden, einschließlich internationaler Reisen, touristischer Programme oder der damit verbundenen Versand- und Transportkosten. Ebenso ausgeschlossen sind rein touristische Begegnungen mit Partnerschulen.
Zudem können wir keine inhaltlichen Angebote staatlich geförderter Institutionen (z. B. Botschaften, Konsulate, staatliche Kultureinrichtungen) sowie kommerzielle Dienstleistungen zur Reiseorganisation von Schulpartnerschaften oder Begegnungsreisen finanzieren.
Auch nicht förderfähig sind Büro- und IT-Ausstattung, Personalkosten fest angestellter Lehrkräfte sowie exklusive Lernangebote, die sich ausschließlich an eine spezifische Gruppe von Schüler:innen richten.
Grundsätzlich ausgeschlossen sind Konzepte, die einseitige, stereotypisierende oder undifferenzierte Vorstellungen transportieren, die unserem fundierten und kritischen Bildungsverständnis widersprechen.
Formelle Voraussetzungen:
- Der Antrag muss fristgerecht eingereicht und von der Schulleitung unterzeichnet werden (inklusive Finanzplan und Vorhabenbeschreibung).
- Im Finanzplan ist der gemeinnützige und nachhaltige Einsatz der Fördermittel detailliert aufzulisten.
- Andere Spenden- oder Fördermittel für das Projekt müssen offengelegt werden.
- Die Auszahlung der Förderung kann auf ein Schulkonto oder das Konto eines Schulfördervereins erfolgen.
Inhaltliche Voraussetzungen:
Bitte beschreiben Sie in Ihrem Antrag klar und transparent:
- Das Interesse der Schule und die Möglichkeiten zur Integration sowie zum Ausbau chinesischsprachiger Angebote im Schulprofil.
- Die regionale Verankerung der Schule und geplante Kooperationen.
- Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Bildungsnetzwerk China.
- Das konkrete Vorhaben inklusive Lernzielen, Zielgruppen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
- Eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Vielfalt des chinesischsprachigen Raums (z. B. VR China, Taiwan, Hongkong).
- Bereitschaft, auch über den Förderzeitraum hinaus aktiv an Aktivitäten des Bildungsnetzwerks teilzunehmen (mindestens eine Veranstaltung pro Jahr).
- Bereitschaft zur Weitergabe von Erfahrungsberichten und Fotos für die Öffentlichkeitsarbeit.
Zusätzliche Kriterien bei Folgeanträgen
Sollten Sie einen Folgeantrag stellen, beachten Sie bitte folgende Punkte:
- Alle vorherigen Berichte und Evaluationen müssen fristgerecht eingereicht worden sein.
- Eine klare Darstellung der neuen Ziele und der Weiterentwicklung des Projekts.
- Aktive Beteiligung am Netzwerk oder die Nutzung weiterer Angebote des Bildungsnetzwerks China.
- Die Bereitschaft zu einem 30- bis 40-minütigen Vertiefungsgespräch mit dem Bildungsnetzwerk China im Rahmen des Antragsprozesses.
Nach dem Eingang der Anträge prüft das Team des Bildungsnetzwerks China alle Unterlagen. Dabei spielen folgende Kriterien eine entscheidende Rolle:
- Nachhaltiger und gemeinnütziger Einsatz der Fördermittel sowie Transparenz bezüglich anderer Förderungen.
- Vermittlung differenzierter, aktueller und multiperspektivischer Inhalte zum gesamten chinesischsprachigen Raum sowie die Integration antirassistischer Bildungsarbeit.
- Integration und Verzahnung der chinabezogenen Aktivitäten in das Gesamtangebot oder das Profil der Schule.
- Bereitschaft der Empfänger, aktiv an Aktivitäten des Bildungsnetzwerks China teilzunehmen (mindestens eine Veranstaltung pro Jahr).
- Lernangebote, die verschiedenen Schüler:innengruppen offenstehen und ihnen zugutekommen.
- Aktive Öffentlichkeitsarbeit und Bekanntheit des Projekts in der direkten Umgebung.
Für Folgeanträge bei der Förderlinie Einsteigerprojekte ist zusätzlich zu beachten:
- Evaluation und Berichtswesen zur Nutzung der bisherigen Förderung.
- Nachweis der quantitativen und qualitativen Entwicklung der Lernangebote.
- Nachweis zur geleisteten Öffentlichkeitsarbeit.
- Finanzielle Beteiligung der Schule oder des Schulfördervereins an den entstehenden Kosten.
Nach Ablaufen der Antragsfrist benötigt das Bildungsnetzwerk China ca. 8 Wochen bis zur finalen Rückmeldung. Erfahrungsgemäß sollten Sie im Anschluss weitere sechs Wochen einplanen, bis alle Unterlagen beidseitig unterzeichnet sind.
Nach einer erfolgreichen Förderung kann eine Schule für den Ausbau und die Vertiefung ihrer Lernangebote erneut Unterstützung beantragen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Projekte weiterhin die geltenden Förderkriterien erfüllen.
Nach der Bewilligung Ihres Vorhabens wird eine Fördervereinbarung unterzeichnet. Bitte beachten Sie, dass dieses Dokument ausschließlich von der Schulleitung oder dem Vorstand des Schulfördervereins unterzeichnet werden kann.
Um Sie bei der Umsetzung zu unterstützen, bieten wir regelmäßig Informationsveranstaltungen für Ansprechpersonen, Schulleitungen und Interessierte an. Dort erfahren Sie alles Wichtige zu Ihren Aufgaben und den einzuhaltenden Fristen.
Sollte Ihr Antrag abgelehnt werden, empfehlen wir Ihnen zunächst die Teilnahme an einem Feedbackgespräch. Zum nächstmöglichen Antragszeitpunkt können Sie dann ein überarbeitetes Konzept einreichen.
Kontakt
Amelie Brix, Referentin für Schulförderung
Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen:
schulfoerderung@bildungsnetzwerk-china.de